
Europa erlebbar machen, den grenzüberschreitenden Austausch stärken und internationale Partnerschaften fördern: Das sind die zentralen Anliegen unserer EU-Gemeinderätin, die in ihrem Tätigkeitsbericht auf die Jahre 2022 bis 2026 zurückblickt.
Seit 2022 vertritt sie die Stadt Gronau im europäischen Netzwerk der EU-Gemeinderätinnen und EU-Gemeinderäte. In dieser Funktion setzt sie sich dafür ein, europäische Politik verständlich zu vermitteln und die Chancen europäischer Zusammenarbeit für unsere Stadt zu nutzen.
Zu ihren Aktivitäten gehören Bürgerdialoge, Informationsstände bei Stadtfesten und Veranstaltungen zur Europawahl. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit unseren niederländischen Nachbarn, insbesondere mit Enschede, sowie auf der politischen Bildung junger Menschen. So organisierte sie gemeinsam mit einem Ratskollegen aus Enschede eine grenzüberschreitende Diskussionsveranstaltung zur Lage der Europäischen Union und moderierte eine Wahlarena zur Europawahl.
Auch internationale Partnerschaften spielen eine wichtige Rolle. Neben der Städtepartnerschaft mit dem ungarischen Mezőberény engagiert sie sich besonders für die Zusammenarbeit mit Demir Kapija in Nordmazedonien. Hier sollen gemeinsame Projekte in den Bereichen nachhaltiger Tourismus, kommunale Entwicklung und regionale Wirtschaftsförderung entstehen. Dazu organisierte und begleitete sie gegenseitige Delegationsbesuche und vermittelte Kontakte zwischen kommunalen Einrichtungen.
Konkrete Unterstützung bietet sie insbesondere bei der Vermittlung europäischer Kontakte und der Erschließung von Fördermöglichkeiten an. Durch ihre Mitarbeit in europäischen Netzwerken und den Austausch mit der NRW-Staatskanzlei sowie dem EUROPE DIRECT in Bocholt verfügt sie über Ansprechpartner und Informationen zu Förderprogrammen wie Interreg und Erasmus+. Davon könnten auch Gronauer Schulen, Vereine und kommunale Einrichtungen profitieren. Ihr Anliegen ist es, diese Möglichkeiten stärker bekannt zu machen und den Zugang zu europäischen Projekten zu erleichtern.
Besondere Chancen sieht sie zudem in der finanziellen Förderung internationaler Zusammenarbeit. Für die Partnerschaftsarbeit mit Demir Kapija verweist sie auf die Möglichkeit einer vollständig geförderten Fachkraft vor Ort. Darüber hinaus könnte Gronau eine Koordinierungsstelle für nachhaltige Entwicklung, internationale Zusammenarbeit und fairen Handel einrichten. Hierfür besteht nach ihren Angaben eine Fördermöglichkeit von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben in den ersten beiden Jahren und 75 Prozent in der Folgezeit. Gerade angesichts der angespannten Haushaltslage möchte sie solche Förderangebote prüfen und für Gronau nutzbar machen.
Ein weiteres Anliegen sind die Gleichberechtigung von Frauen, der Schutz vor Gewalt und die Stärkung demokratischer Beteiligung. Gemeinsam mit anderen Ratsfrauen setzt sie sich für die Umsetzung der Ziele der Istanbul-Konvention auf kommunaler Ebene ein. Für die kommenden Jahre möchte unsere EU-Gemeinderätin insbesondere den Austausch mit Jugendlichen intensivieren, europäische Fördermöglichkeiten für Schulen und Vereine sichtbarer machen und die internationalen Kontakte Gronaus weiter ausbauen. Dazu gehören auch neue Beteiligungsformate für junge Menschen und ein regelmäßiger Informationsaustausch über europäische Förderprogramme.
