10. August 2023

Wo bleibt das Geld, Herr Bürgermeister?

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Wir haken nach: Wann kommen 110.000 Euro bei den Schülerinnen und Schülern an?

Bei den Haushaltsberatungen im März beschloss der Stadtrat, die Schülerinnen und Schüler in Gronau und Epe für die Belastungen aus der Corona Pandemie in besonderer Weise zu entschädigen: auf Vorschlag der UWG wurden 110.000,00 Euro bereitgestellt, um die gestiegenen Kosten für Wandertage, Klassen- und Kursfahrten zu bezuschussen.

„Wir haben den jungen Menschen in unserer Stadt in der Pandemie viel abverlangt“,

sagt Jörg von Borczyskowski, Fraktionsvorsitzender der UWG.

Daher sei es selbstverständlich, dass die Stadtgesellschaft auch einmal etwas zurückgeben müsse. „Es gibt dabei nur ein Problem: wie wir von den Schulen erfahren haben, hat der Bürgermeister den Ratsbeschluss in so mangelhafter Weise umgesetzt, dass das Geld vor den Sommerferien und Wandertagen bisher nur spärlich oder gar nicht bei den Schulen und damit bei den Kindern angekommen ist.“ Die UWG will nun in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Antworten vom Bürgermeister, wann aus dem Fördertopf für Klassenfahrten endlich Geld an die Schülerinnen und Schüler fließen wird, wie vom Rat beschlossen.

Bereits im Vorfeld hatte die UWG das von der Stadtverwaltung gewählte Verfahren kritisiert und befürchtet, dass dadurch dem Erfolg des Förderprogramms Steine in den Weg gelegt würden.

„Das jetzige Verfahren wirkt an so vielen Stellen nicht durchdacht, unnötig bürokratisch und intransparent. Die Förderung von Wandertagen und Klassenfahrten hätte man schnell erledigen können, wenn man das Fördergeld einfach anteilig nach Schülerzahl an die Schulen verteilt hätte und Vorort entschieden worden wäre, wie man das Geld an die Kinder ohne BuT-Anspruch weitergibt“,

sagt Franz Küstner-Rensing, schulpolitischer Sprecher der UWG-Fraktion.

„Wie stellt der Bürgermeister sich das vor,“ fragt Jörg von Borczyskowski. Schon rein praktisch sei es schwierig, die Fahrten aus dem abgelaufenen Schuljahr, die von den Eltern der Schülerinnen und Schüler ja komplett bezahlt wurden, jetzt noch rückwirkend zu fördern, wenn die Verwaltung endlich mal die gestellten Anträge bearbeitet. „Sollen die Lehrer dann von den Schulleitern Bargeld zum Verteilen bekommen? Was ist mit Schülern, die die Schule verlassen haben?“ Gerade solche Förderzusagen für die eigenen Schulen müssen doch schnell und einfach erteilt werden, bevor die Klassenfahrten stattfinden, damit die Eltern das Geld gar nicht erst vorstrecken müssen.

Der UWG-Fraktionsvorsitzende ist enttäuscht vom Bürgermeister, dass dieser „Schüler und Eltern so im Regen stehen lässt.“ Dass es anders geht, hatte die Verwaltung beim Zuschuss zum Stadtgutschein im Jahr 2020 gezeigt. Dort wurde viel Werbung für die Maßnahme sowohl in der Presse, als auch auf der städtischen Homepage gemacht. Aber offenbar sind die Schülerinnen und Schüler gerade von Familien, welche in Zeiten von Inflation und steigenden Preisen jeden Euro zweimal umdrehen müssen, dem Bürgermeister nicht so wichtig.


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